Eingeschraenkte Lebensstrategie

Konditionierung: Eingeschraenkte Lebensstrategie

Der Schwerpunkt der Traumatisierung liegt präpartal, der Schwerpunkt der Auswirkungen in der postpubertären Phase, also kurz nach der Geschlechtsreife.

Die erste Konditionierung führt zu einer Schwächung der strategischen Fähigkeiten, d.h. zur Bildung biologisch und psychologisch sinnvollen, bewusst und unbewusst konzipierten Verfahrensweisen, um das eigene Individuum am besten und förderlichsten überleben und sich ausdrücken zu lassen.

Die zweite Konditionierung betrifft die Fähigkeiten der Festigkeiten, bezogen auf physiologische und psychische Prozesse. Es muss also mit einer Anlage zur Instabilität gerechnet werden, die sich vor allem durch das sozial-lineare Denken der anderen als Unterschied manifestieren wird, wohingegen der Patient selbst seinen Zustand eher als einen wechselhaft fließenden erfahren wird, der nur dann unangenehm wird, wenn unangemessene soziale Reaktionen der anderen darauf folgen. Die wesentliche Auswirkung war in der postpubertären Phase zu erwarten. Hier konnte die gestörte Unterscheidungsfähigkeit die Gefahr produzieren, dass der Patient seinen lebensbestätigenden Neigungen folgt und dabei an Menschen gerät, die weniger die Erfüllung dieser Wünsche im Sinne des Patienten, als ihren eigenen Nutzen im Sinn haben. Das war für den Patienten dann sehr schmerzhaft.

Therapeutische Empfehlung: Für die Exploration wäre wesentlich, was in der Schwangerschaft geschehen ist und in der Mutter physisch und psychisch vorging. Die Konditionierungen in dieser Phase scheinen, von den Begriffen "Festigkeit" und "Strategische Fähigkeit" her undramatisch zu sein, bezeichnen aber basale Funktionen des Überlebens und führen daher als Verletzungsmuster zu zwanghaften Antrieben, ihre Wirkung zu annullieren. Dies kann sich für die Festigkeit darin ausdrücken, dass der Patient höchst sensibel gegenüber allen Veränderungen wird, die ihm von außen zugemutet werden, nicht jedoch solchen, die er selbst verursacht. Solche Veränderungen können u.U. quasihysterische Zustände auslösen. Die gleiche Konditionierung könnte sich auch in einer grundsätzliche stark kritischen Haltung allem gegenüber ausdrücken, was nicht stabil ist. Ähnliches gilt für die Eigenschaft der strategischen Fähigkeit, wobei hier die Toleranzen liegen zwischen körperlicher Überanstrengung, seelischer Verstressung über Ungeschicklichkeit in der Regelung der eigenen Belange auf allen Gebieten bis zu fast fanatischen Ansätzen, klare Pläne für die eigene Lebensführung durch Vorgaben und Versprechen zu bekommen.

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