Ich bin bedrueckt

Konditionierung: "Ich bin bedrueckt"

Dominante Konditionierung pränatal über die mütterliche Psyche: die Mutter wird durch die Schwangerschaft in ihrem Rollenspiel und -verständnis als "aufgeklärte" Frau erheblich gestört. Sie wird auf ihr biologisches Frausein konkret und funktionell hingewiesen und muß eine Reihe ihrer "männlichen" Aktivitäten oder Ideen aufgeben oder unterdrücken. Dieser Konflikt spiegelt sich als Animus-Anima-Problem in ihrem Kind, wobei ein deutlicher Überhang in die "männliche" Sphäre besteht, - als Tun, Projektieren und Lenken. Für die Mutter war der Konflikt nur beigelegt und nicht gelöst, was zu Rückfällen führte in Form von Selbstvorwürfen und selbstzerstörerischen Prozessen: Sie fühlt sich, aufbegehrend, minderwertig, da sie in ihrer mütterlichen Rolle nicht ihrem eigenen, möglicherweise durch andere in sie hineingesetzten Bild, entspricht. Selbst gegen Ende der Schwangerschaft gab es in ihr immer noch eine gewisse Abwehr gegen den körperlichen Aspekt der Schwangerschaft und auch gegen die nun mit dem erscheinenden Kinde beginnenden Einschränkungen und Änderungen.

Auf das Kind überträgt sich das als Atmungs- und Lungenschwäche: Es fühlt sich schnell belastet, ist aber nicht belastbar; es empfindet Angst vor Einschränkung und Unerwartetem. - Als die Mutter erfuhr, dass sie schwanger war geriet sie in eine schwierige Auseinandersetzungsphase mit sich und ihren Lebenszielen. Es wurde die Abtreibung der Frucht intensiv erwogen; es kam zu psychogenen, körperlich schwächenden Einflüssen entsprechender Art auf den Embryo.

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