Ich bin bedrueckt und gefangen

Konditionierung: "Ich bin bedrueckt und gefangen"

Vermutlich handelt es sich nicht um eine typische prä- oder perinatale Traumatisierung, sondern um ein sukzessives Verändern der damals kindlichen Psyche durch die sozial nächste Umgebung wie z. B. die Eltern oder nahe Anverwandte. Es ist anzunehmen, dass dem Kind nur eine sehr geringe Bewegungsfreiheit in seinem Erleben und im Ausdruck desselben erlaubt wurde und dass ihm weitestgehend vorgeschrieben wurde, nicht nur wie es sich zu verhalten habe, sondern ebenso, was es zu sagen und möglichst auch zu denken habe ("Aber, aber! So etwa denkt man nicht einmal!"). Stark dominante Umgebungen sind immer auch unlogisch, da sie einen Konflikt zwischen den individuellen und kollektiven Interessen schaffen. Um den Konfliktstoff zugunsten des Kollektivs bzw. dessen, der die größere Macht hat, zu lösen, werden Befehls- und Dressurstrukturen wirksam, z.B. wie die folgenden: "Es ist egal, ob Du es verstehst, Hauptsache ist, Du verhältst Dich danach". Und "Diesen Widerspruch musst Du nicht verstehen, Hauptsache, ich verstehe ihn!" Und "Tue was man Dir sagt und denke nicht!" Und "Was bildest Du Dir eigentlich ein zu sein?!" Sowie: "Alles was Du bist, bist Du durch uns!", "Glaube ja nicht, Du habest genügend Verstand oder Schönheit, um Dir das oder jenes zu erlauben!" Und "Wehre dich gefälligst nicht! Nimm gefälligst an, was man Dir sagt, auch wenn Du es nicht verstehst!"

Die Folge daraus ist ein sehr reduziertes, instabiles Selbstverständnis, ein unausgeprägtes Selbstwertgefühl und vor allem, da die soziale Abgrenzung Mädchen-Junge und umgekehrt vermutlich direkt oder indirekt prägend war, drückte sich diese Minderwertigkeit auch im Geschlechtsbewusstsein aus, was dann notwendigerweise auf die Funktion der Geschlechtsdrüsen und der Geschlechtsorgane insgesamt - einschließlich der Blase - wirkt.

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