Ich bin eingeengt

Konditionierung: "Ich bin eingeengt"

Der Konditionierungsschwerpunkt liegt in der Zeit, in der sich die Mutter und ihre soziale Umgebung intensiv mit der Tatsache der Schwangerschaft zu beschäftigen beginnen und in der in der Regel die zweiten Anläufe zu einem Abort genommen werden, sofern dieser anstehen sollte. Andererseits verifizieren die meisten (künftigen) Eltern erst in dieser Zeit die Konsequenzen der Schwangerschaft. Dies kann u.U. - je nach den Verhältnissen - zu erheblichen psychischen Belastungen vor allem der Mutter dann führen, wenn durch das zu erwartende Kind eine empfindliche Einschränkung oder Veränderung des Lebens erwarten ließe. Das gilt besonders für den Fall, wenn - durch die Schwangerschaft an sich und möglicherweise noch durch die Unvorsichtigkeit, die zu der Schwangerschaft führte, - die Frau sich schuldig fühlt oder sich schuldig fühlen gemacht wird.

Als Folge aus der damaligen Konfliktlage scheint geblieben zu sein: Eine eingeschränkte Fähigkeit, angenommene, erlebte, empfundene und gedachte Prozesse weiterzugeben, und zwar sowohl in sich selbst, als auch nach außen. Dies kann so weit führen, dass im eigenen Erleben getrennte Zonen aufgebaut werden, die nicht miteinander verbunden werden und daher nicht voneinander lernen können. Diese isolative Schutzhaltung hat damit zu tun, dass eine reduzierte Fähigkeit zur Selbstdarstellung, zur Selbstbehauptung und zur Ausbildung von Verhaltensweisen vorliegt, die das persönliche Überleben sichern sollen. Fortsetzen bezieht sich hier auf die Fortsetzung des eigenen Lebens und der eigenen Persönlichkeit. Im Hintergrund wirkt also eine schwächende Funktion, die verhindert, dass sich ein lebensstärkendes Selbstbewusstsein ausbildet.

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