Ich fuerchte das Ersticken

Konditionierung "Ich fuerchte das Ersticken"

Die Konditionierung scheint hier vierschichtig abgelaufen zu sein: In der embryonalen Phase scheint es zu einer Vitalkrise gekommen zu sein, in welcher das Leben des Embryos gefährdet war. Der Prozess dürfte auf physiologische Schwächen des Mutterkörpers, speziell auf die Sauerstoffverwertung mit kurzfristiger hypoxischen Stadien beschränkt geblieben sein, deren Wirkung allerdings lebensgefährdend für den Embryo gewesen sein dürften. Willentliche, abortive Versuche seitens der Mutter sind auszuschließen. In der fetalen Phase scheint sich die Gefährdung auf anderer Ebene wiederholt zu haben: durch psychische oder somatische Schwächen der Mutter kam es bei ihr offenbar zu Zweifeln an der Richtigkeit der Schwangerschaft, da die Aussicht auf ein möglicherweise krankes Kind nicht genügend auszuschließen war. Selbstvorwürfe oder -zweifel scheinen das Seelenbild der Mutter bestimmt zu haben, was sich auch somatisch im Verdauungsbereich manifestiert haben mochte. Die peripartale Phase weist auf ein Problem im Geburtsablauf hin, das einerseits mit der Physis der Mutter, andererseits mit einer möglichen Sauerstoffnot des Kindes zu tun haben mochte. Diese Phase ist konditionell dominant und programmiert das Kind neben klaustrophobischen Aspekten zu Ängsten vor Erstickung, Sauerstoffnot und Herzschwäche. Die Übergangsphase vom krabbelnden Kleinkind zum Gehkind scheint nochmals problematisch gewesen zu sein; hier vermutlich seitens der sozialen Umgebung des Kindes. Dieses erfuhr schätzungsweise seine neue Fähigkeit sofort im Gegensatz zu den Interessen seiner Angehörigen mit entsprechender Einschränkung, Zurechtweisung, eventuell sogar Einengung. Ebenso ist an einen Unfall zu denken, möglicherweise ohne schwere somatische Folgen.

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