Ich kann nicht mehr

Konditionierung: "Ich kann nicht mehr"

Identitätskreise der Mutter: Die Mutter wird sich der durch die Schwangerschaft auf sie zukommenden Veränderungen und Einschränkungen bewusst. Das auslösende Gefühl wurde durch inneren oder äußeren Druck erzeugt. Die folgende Krise löst einen Konflikt aus im Selbstverständnis als Frau in der nun für eine gewisse Zeit festgesetzten Rolle. Es scheint, als habe der Konflikt das Bewusstsein kurzzeitig blockiert und zu einer inneren Lebensabneigung, insbesondere dem Kind gegenüber geführt. Diesem Konflikt vorausgegangen ist eine offenbar schockartige Reaktion der Mutter auf die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu sein, eventuell mit dem Versuch, diese zu verbergen. In diesem Falle wären die auslösenden Druckfaktoren in der sozialen Umwelt der Mutter zu suchen gewesen.

Der Konflikt der Mutter mit ihrer weiblichen Rolle überträgt sich als Sensibilisierung auf das Kind, das seinerseits in der Phase des ersten Verliebtseins, in dem sich neben den geschlechtsspezifischen Ausdrucksformen die weibliche Anima nicht nur im Verhalten, sondern auch im Einsatz der spezifischen organischen Mittel (Haut, Bewegung, sekundäre Geschlechtsmerkmale) deutlich profiliert.

Problem des Patienten: Kein ungestörtes Akzeptieren der Anima-Funktion, Selbstbehinderung in der aktiv, sorgenden Empfindungsentwicklung, Probleme der Vitalitätssteuerung als Ausdruck der eigenen Lebendigkeit und Schwächen in der Verteilung und im Haushalten mit den eigenen Energien.

Unless otherwise stated, the content of this page is licensed under Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 License