Ich Liebe Mich

Konditionierung "Ich liebe mich"

Eine fröhliche Botschaft über die Möglichkeiten, die in dieser Psyche verborgen sind und auch über den eigentlich sehr unverletzten Zustand der Persönlichkeit, - immer unter der Voraussetzung, daß das "ich liebe mich" auch innerlich stimmig ist, also nachempfunden und empfunden werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, so müßte schnell daran gegangen werden, dies zuwege zu bringen, da unter dem Einfluß des "Ich liebe mich" die Leistungen und Fähigkeiten der Person um ein mehrfaches steigerbar sind.
Die Konditionierung liegt darin, daß die Eigenliebe selbst geächtet und in der Erziehung als schlechtes Beispiel verrufen wurde. Davor mag eine pränatale Konditionierung liegen, in der die Konflikte der Mutter mit ihrer Umgebung, die der Tatsache entsprangen, daß sie nun ein Kind bekommt, als Angst- oder auch Schuldgefühle auf das Kind übertragen wurden, welches daraus den Schluß zog, daß es nicht liebenswert sei, also sich selbst auch nicht lieben könne und dürfe, - wie die Erziehung genüglich zeigte. So kam es zur Blockade gegenüber angelegten, positiven Funktionen; die damit nicht vollständig entfaltet wurden. Zuerst war da das Steuern des eigenen Lernens aus den eigenen Wahrnehmungen, auf die man setzen darf; dagegen stand der Anspruch der Umgebung, das Maß für das Lernbare und Lernwürdige zu setzen. Dann kam der Austausch der eigenen Gefühls- und Denkpotentiale zum Bau einer integren Persönlichkeit; dagegen stand der moralische Druck der Außenwelt, welche die Werte selbst vorzugeben sich anmaßte und die Werte des Patienten ausgrenzte, bzw. auf einen anderen, untätigen Platz verwies. Gewisse Werte, vor allem Empfindungen, wurden verfemt und verboten und durch Erziehung in der Person des Patienten isoliert, "damit es nicht mehr wirkt". Dies geschah vor allem mit den Gefühlen, den religiösen und den sexuellen, wobei die ersteren vermutlich aus einer schwärmerischen Freiheit in die zuchtvolle Kirchenform geführt werden sollten, die zweiteren erst einmal tabuisiert, dann an den in die Familie gebundenen Zeugungsakt gebunden und schließlich, wenngleich immer noch mit einem Geruch von Sünde, freigegeben wurde. Wenn der Patient es vermag, gegen all diese Formen zu opponieren und sich hübsch, intelligent und anziehend zu finden, wenn er also zu sich ja sagt, wie er ist und sich daraus liebt, dann werden die genannten Schwächen zu Stärken und er wird sich über sich selbst zu wundern beginnen.

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