Ich will nicht sterben

Konditionierung: "Ich will nicht sterben!"

Die Reduktion des Lebensinhaltes bedeutet eine ständige Verengung der eigenen Lebensperspektive und des Lebensgefühls, was sich in Resignation, dann Depression und gleichzeitig in Ängsten, das Leben weiter, eventuell bis zum Tode, eingeschränkt zu bekommen, ausdrückt. Diese Grundhaltung ist offenbar postpartal geprägt worden, vermutlich durch eine physiologisch instabile Phase, beispielsweise durch einen sehr starken Infekt oder durch eine Neigung zum Herzversagen. Als Auslöser dafür könnte ein soziales, traumatisierendes Ereignis in Frage kommen, wie z. B. der Tod eines nahen Verwandten oder entsprechendes Unglück. Aber auch elterliches Verhalten gegenüber dem Kind oder untereinander könnte verantwortlich sein, wenn die Ereignisphasen so heftig waren, daß sie in dem Kinde den Eindruck einer wirklichen Bedrohung hervorgerufen haben. Die zweite Traumatisierung scheint in der Reifephase geschehen zu sein und betrifft die eigene Persönlichkeit in Bezug zu anderen, vermutlich besonders die eigene, geschlechtlich bestimmte Rolle im Verhältnis zu einem Partner. Hier scheinen Krisen provoziert worden zu sein, die das postpartale Muster auf die soziale Beziehung kopierten und sie damit Angst- und konfliktbesetzt per se machten.

Die Folge ist eine Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit im Sinne einer Wechselbeziehung, paradoxerweise bei gleichzeitig starkem Bedürfnis nach Kommunikation, in welcher das eigene Leben sichernd ausgebreitet werden könnte.

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