Was bin ich?

Konditionierung: "Was bin ich?"

Das Konditionierungsprofil zeigt ungewöhnlicherweise nur eine Komponente, die sich auf die pränatale Entwicklungsphase bezieht. Szenarisch kann davon ausgegangen werden, dass die Mutter in eine konfliktintensive Phase geriet, in der ihr das Mutterwerden bewusst wurde und von ihr offenbar in Kontrast zu ihrer sonstigen Lebensauffassung und -führung verstanden und erlitten wurde. Dahinter steht eine ungenügende Akzeptanz ihrer eigenen geschlechtlichen Rolle, die im normalen gesellschaftlichen und beruflichen Leben durch mancherlei "männliche" Betätigungen verdrängt werden kann, in der Phase der Mutterschaft jedoch drastisch sichtbar und erlebbar wird.

Für das Kind bedeutet dies eine grundsätzliche Schwächung der psychischen Ausprägung des eigenen Geschlechtes und wiederkehrende Identifikationskonflikte zwischen den Animus-Anima-Anteilen, was sich u.a. in gefühlsmäßigen Schwankungen sich selbst und der eigenen Rolle gegenüber ausdrücken kann. Diese Schwankungen können u.U. zu einem Antriebspatt im emotionellen, erotischen und sozialen Bereich führen.

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